Oliver Kälberer
Balloon

Vier Studien für Zupforchester

Die vier Studien „Balloon“ entstanden 1999 und sind die Weiterführung der Studien „Machine“ von 1996. Es handelt sich um von einander unabhängige Stücke, die der Verbesserung des Zusammenspiels und der Kommunikation im Orchester dienen sollen. Es geht nicht darum, die Studien möglichst schnell einzustudieren, um sie dann im Konzert zu spielen, sondern darum, beim Einstudieren möglichst viel zu lernen. Sie eignen sich auch sehr gut als Einspielstücke. Für eine Aufführung im Konzertsaal empfehlen sich am ehesten Balloon II und Balloon IV.

  Balloon I  Improvisation & Kommunikation
Eine Orchesterimprovisation, bei der die Spieler einander zuhören und aufeinander reagieren sollen. Außerdem wird das Off-Beat-Feeling (und somit das Gefühl für Timing und Tempo) verbessert.

  Balloon II  Akzente & Verschiebungen
Rasant und minimalistisch wird hier das Schwerpunktempfinden auf die Probe und auf den Kopf gestellt. Ein gutes Training für präzises Akzentuieren und das Erleben rhythmischer Überlagerungen (vor allem vier gegen fünf).

  Balloon III  Legato · Rubato · Espressivo
Bei dieser eigentlichen einstimmigen Komposition (das oberste System zeigt das Gesamtergebnis) steht das perfekte Übernehmen einer Linie von einer anderen Stimme im Vordergrund. Musikalische Spannung entsteht durch große Freiheit im Tempo, ein ausdrucksvolles Legato und die Fähigkeit zu ungewöhnlich langen Bögen.

  Balloon IV  Tonrepetitionen & Akzente
Genau empfundenes, lockeres Akzentuieren und ein absolut sicheres Schwerpunkt- und Rhythmusgefühl sind die Voraussetzung für das Gelingen dieser Studie.