Oliver Kälberer
Preludio e Danza

für Mandoline solo
komponiert 1989

… ein Werk, das mit Klangsinn und bewegter Rhythmik alle Möglichkeiten der Mandoline und ihrer Technik ausschöpft.

Der Danza ist ein Preludio vorangestellt. Dieser Satztypus wurde in seinem historischen Sinn aufgebaut. Eine klassische Arpeggiotechnik – hier zum ersten Mal konsequent in ihrer alten Form in der modernen Mandolinenliteratur angewandt – spinnt sich durch das freitonale Akkordmaterial. [Das Preludio entspricht im Wesentlichen der „Etüde für Mandoline“.]

Die Danza wird von einem pulsierenden 9- bzw. 12-Achtel Rhythmus geprägt. Die Motorik des Satzes wird unterbrochen durch ein tänzerisch-zartes Lento, dem ein heiter-witziges Giocoso folgt, das durch Taktwechsel und kapriziöse Motiveinwürfe charakterisiert ist. Der vierte Teil greift die Motorik des Anfangs wieder auf und steigert sich vom dreifachen Piano zu einem spannungsvollen Schluss.

Ein überaus wirkungsvolles Werk für Mandoline solo, das auch den in Neuer Musik ungeübten Zuhörer durch Klangfülle und Rhythmik in seinen Bann zieht.

Schwierigkeitsgrad: Oberstufe. Die genaue Einrichtung für die linke und rechte Hand erleichtert das Studium. Für den Wettbewerb „Jugend musiziert“ (Altersstufen IV und V) bestens geeignet.

Prof. Marga Wilden-Hüsgen